mittendrin. anderes leben

Ein breit gefächerter (Ein-) Blick in Form von Fotografien und kleinen Anekdoten/ Texten von jungen Menschen aus und in Europa zeigt diese Wanderausstellung. Viele Jugendliche nehmen seit Jahren die Möglichkeit wahr mit dem Europäischen Freiwilligendienst (EFD) in verschiedenen Ländern Europas in gemeinnützigen Organisationen im sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereich zu arbeiten. Das Ziel der Ausstellung ist es, diese unterschiedlichsten Blickweisen und Erfahrungen in einer Ausstellung zusammen zu bringen und der Öffentlichkeit zugänglich zumachen.

Das Bildmaterial stammt von Amateuren, welche von Portugal bis Russland unterwegs waren, und ihren Alltag und ihre schönen Momente festgehalten haben. Der ursprüngliche Zweck der Fotografien diente der individuellen Erinnerung an Land, Leute und Leben dort, und war nicht für eine Ausstellung dieser Art gedacht. Die Jugendlichen folgten freiwillig einem Aufruf und stellten eine persönliche Vorauswahl zur Verfügung, von denen wir bewusst nur begrenzt selektieren wollten und konnten. Die in der Ausstellung ausgestellten Bilder sind eine Auswahl aus dem großen Materialangebot der Ex- Freiwilligen. Mit der Web- Seite wollen wir dem Betrachter die Möglichkeit geben auch die unveröffentlichten Bilder zu sehen.

Es handelt sich nicht (nur) um fotografische Glanzleistungen, sondern um Wahr-nehmungen von jungen Menschen in der „Fremde“. Sie beschreiben mit Hilfe der ausgewählten Bilder ihr Land, ihr Leben dort, ihren Alltag, ihre Erlebnisse und ihre Erfahrungen. Und diese sind natürlich sehr individuell und verschiedenartig, nicht nur von den Motiven, sondern auch von ihrer Ästhetik her. Es entstand ein Mosaik aus unterschiedlichen Ideen, Ästhetiken und Techniken entstehen, was natürlich Europa, aber auch den Menschen und seine Individualität widerspiegelt.

Da die Wahrnehmung eines Menschen und das Empfinden von Ästhetik subjektiv sind, erkennt man in allen Bildern die persönliche Handschrift der Macher. Das führte dazu, dass keine einheitliche Struktur für die Ausstellung entstehen konnte und durfte. Jeder Fotograf wählte einen Beitrag aus, der ihm persönlich wichtig ist, und ist somit für sich ein „kleiner Künstler“, wobei sich der Betrachter selbst die Frage stellen kann: Warum wurde gerade dieses Bild ausgestellt?

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der Aspekt der Andersartigkeit. Die Unterschiede sehen, sich hineindenken, Europa aus einer anderen Perspektive wahrnehmen, als es immer nur in den Hochglanzmagazinen und Reisebroschüren dargestellt wird. Uns geht es um einen realistischen Blick auf das vereinte, so unterschiedliche Europa durch Jugendliche. Es ist jedem möglich ähnlich Erfahrungen im Rahmen von „JUGEND in Europa“ zu machen, sei es im mit dem Europäischen Freiwilligen Dienst, einer Jugendinitiative oder einer Jugendbegegnung.

Was diese Konzeptidee kennzeichnet, ist der Gedanke durch die Bilder, die von „Europaerfahrenen“ und zudem Fotolaien gemacht wurden, andere Menschen, insbesondere aber Jugendliche, zu inspirieren sich mit Europa auseinander zu setzen und sich ein eigenes Bild von Europa zu machen. Da wir selbst im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes (EFD) im Ausland waren, wissen wir, was für eine wichtige Lebenserfahrung es ist, eine andere Kultur kennen zu lernen, die Sprache zu erwerben und Selbstständigkeit zu erlangen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Ausstellung einen Streifzug durch das alltägliche, gesellschaftliche und landschaftliche Europa für ein öffentliches Publikum darstellt. Wir engagieren uns auf freiwilliger Basis und wollen mit der Ausstellung keinen Profit erzielen. Wir sind der Meinung, dass in unserer globalen Welt noch immer zu wenig für den internationalen Kulturaustausch getan wird, und dieser findet insbesondere auf persönlicher Ebene statt. Gleichgesinnte erzählen bzw. zeigen ihresgleichen eigene Erfahrungen. Die Ausstellung ist ein Schritt in diese Richtung, die Distanz zu den Ländern wird geringer.

Wir, drei junge Frauen im Alter von 21 bis 25 Jahren, lernten uns auf einem Seminar von Jugend für Europa in Windischleuba im September 2005 kennen, bei dem 100 Ex-Freiwillige aus ganz Deutschland zu so genannten „Europeers“ ausgebildet wurden. Alle Teilnehmer sollten während der europäischen Aktionswoche („European Youth Action Week“) im Dezember 2005 eine Informationsveranstaltung zu Europa und seinen Möglichkeiten für Jugendliche organisieren. Dabei stellten wir schnell fest, dass wir eine Alternative zu trockenen Vorträgen und Informationsveranstaltungen bieten wollen und können. So entstand die Idee einer Fotoausstellung. Nun treffen wir uns mehr oder weniger regelmäßig in Berlin oder Leipzig und organisieren diese Ausstellung. Finanzielle Unterstützung erhalten wir von dem EU- Aktionsprogramm JUGEND- Vielen Dank!

Europeers - So fing alles an

Europeers - So fing alles an

Die ersten Ideen

Die ersten Ideen

Links

jugendfuereuropa.de - allgemeiner Überblick über Förderungsmöglichkeiten

go4europe.de - Europäischer Freiwilligen Dienst

machwasdraus.de - Jugendinitiativen

europeers.de - Datenbanken!!! Hier findet ihr Projekte in ganz Europa

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